Ökolandbau in Hamburg

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat eine landwirtschaftlich nutzbare Fläche von ca. 14.400 ha. Etwa 1.347 ha wurden im Jahr 2018 nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet. Das macht einen Anteil der ökologischen Fläche von 9,4 % aus (BWVI, 2020).

Es ist das Bestreben des Hamburgischen Senats im Rahmen des Öko-Aktionsplans und des Agrarpolitischen Konzeptes 2025 den Ökolandbau weiterhin zu fördern. Zudem haben die Koalitionspartner der Hamburgischen Bürgerschaft vereinbart, innerhalb der aktuellen Legislaturperiode einen Anteil von 20-25 % ökologisch bewirtschafteter landwirtschaftlicher Nutzfläche zu erreichen. Darüber hinaus hat die Bundesregierung im Rahmen der Zukunftsstrategie ökologischer Landbau eine Zielvorgabe von 20 % Öko-Fläche bundesweit formuliert. Die Zielvorgabe der europäischen Kommission liegt bei 25 % Ökolandbau bis 2030. In untenstehender Abbildung sind alle Zielvorgaben graphisch aufbereitet. Es ist deutlich zu erkennen, dass die Stadt Hamburg den Ausbau der ökologischen Landwirtschaft zielorientiert unterstützen muss, um die Vorsätze zu erreichen.

Landwirtschaft, Obstbau und Gartenbau in Hamburg

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat eine landwirtschaftlich nutzbare Fläche von ca. 14.500 ha.
Hamburgs Landschaftsstruktur ist sehr vielfältig. Auf der sandigen Geestlandschaft im Norden dominieren die Futterbaubetriebe, hier beherrschen Weideflächen mit Knicks Kulturlandschaft. Auf den Marschflächen im Süden überwiegen die Betriebe mit den Schwerpunkten im Bereich Gartenbau. Die schwere Elbmarsch hat deutlich höhere Bodenpunkte, lässt sich jedoch gerade in nassen Jahren nicht leicht bearbeiten. Die vorherrschende Grabenstruktur prägt das Landschaftsbild und teilt die Kulturflächen in kleine Parzellen.

Insgesamt wirtschaften in Hamburg 625 Betriebe in der Landwirtschaft und dem Gartenbau.
Die meisten Betriebe der Stadt sind dem Gartenbau zuzuordnen, mit 293 Betrieben machen sie einen Anteil von 47 % aus, sie bewirtschaften jedoch nur 8 % (1.233 ha) der landwirtschaftlichen Fläche, also durchschnittlich 4 ha pro Betrieb. Die zweitgrößte Betriebsgruppe mit 126 Betrieben sind die Futterbaubetriebe (Weideviehbetriebe). Sie machen einen Anteil von 20 % der Betriebe aus und bewirtschaften 5.768 ha, 39 % der landwirtschaftlichen Fläche. 109 Dauerkulturbetriebe (17 %) wirtschaften auf einer Fläche von 1.985 ha, auf etwa 14 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche (BWVI 2018).
2016 hielten 171 Betriebe Tiere, darunter 6.157 Rinder, 2.732 Einhufer, 2.307 Geflügel, 1.349 Schafe und 97 Ziegen (Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein, Die Viehhaltung in Hamburg 2016, endgültiges Ergebnis der Agrarstrukturerhebung, herausgegeben 2018).

Ökologische Landwirtschaft, Obstbau und Gartenbau in Hamburg

In dem Jahr 2018 wurden etwa 1.347 ha nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet. Das macht einen Anteil ökologischer Fläche von 9,4 % aus (Drucksache 21/18512 vom 1.10.2019: Agrarpolitisches Konzept 2025). Der deutschlandweite Durchschnitt liegt etwas höher bei 10,8 % (BIOwelt August 2019).
Die Fläche in Hamburg wuchs hauptsächlich in den Jahren ab 2014. In diesen Jahren wurde eine Steigerung von 21 % festgestellt, in den Jahren von 2007 bis 2014 betrug die Steigerung lediglich 5 % (Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein: Der Anbau von Blumen und Zierpflanzen zum Verkauf in Hamburg 2017).
Die größte ökologisch bewirtschaftete Fläche wird landwirtschaftlich genutzt (744 ha), gefolgt vom Obstbau (247 ha). Der Anteil des ökologischen Gemüse- und Zierpflanzenanbaus nimmt etwas weniger Fläche ein (145 ha).

Insgesamt wirtschaften in Hamburg 625 Betriebe in der Landwirtschaft und dem Gartenbau, ökologisch ausgerichtet sind davon 42. Das entspricht einem Anteil von 6,8 % (Stand 2018). Deutschlandweit wirtschaften 7,9 % der Betriebe nach ökologischen Richtlinien.
Von den 42 Bio-Betrieben sind 12 in der Landwirtschaft, 15 im Obstbau und weitere 15 im Gemüse- und Zierpflanzenbau tätig (BWVI, 2018).