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Liebe Newsletter-Leser:innen,

die Weihnachtszeit kündigt sich in meiner Heimat mit schneebedeckten Schwarzwaldlandschaften an, bei uns in Hamburg eher mit kalten Stürmen und Regentagen… Nichts desto trotz wünscht Ihnen die Hamburger Bio-Offensive eine gemütliche Weihnachtszeit, dass Sie mal die Füße hochlegen können und sich dabei vielleicht der ein oder anderen Lektüre widmen können. Eine Lektüre die sich bestimmt lohnt, ist die neu erschienene Broschüre „Erbsen und Ackerbohnen anbauen und verwerten“, die wertvolle Tipps für den Umgang mit den beiden Leguminosen enthält, herausgegeben von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) finden Sie die Broschüre hier.

Oder aber Sie nutzen die Feiertage um sich in den „Praxisleitfaden für landwirtschaftliche Unternehmen zur Umsetzung des Artikels 28 Absatz 1 der Öko-Verordnung (EU) 2018/848“ einzulesen, der Vorsorgemaßnahmen zu den ab Januar geltenden schärferen Kontrollen nicht zugelassener Stoffe in Bio-Lebensmitteln erörtert.

Oder nicht. Und sie genießen einfach die Zeit im kleinen Kreis ihrer Familie oder Freunde :)

Eine frohe Weihnachtszeit wünschen Ihnen Annette Stünke und Lena Käfer von der HH Bio-Offensive.

 
 
 

Veranstaltung: Ökologischer Ackerbau

 

Liebe Hamburger Landwirt:innen,                                                                                                                                         wir laden Sie herzlich zu folgender Veranstaltung ein:

 

Ökologischer AckerbauWesentliche Herausforderungen

und Lösungsansätze

14. Dezember 2021, 09:30 Uhr – 12:15 Uhr

Kompetenz- und Beratungszentrum für Landwirtschaft und Gartenbau

Brennerhof 123, 22113 Hamburg (ODER online. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, falls Sie online teilnehmen möchten, damit wir uns technisch darauf vorbereiten können, vielen Dank.)

 

Wie lassen sich die schweren Böden der Elbmarsch mit einer ökologischen Bewirtschaftung in Einklang bringen?

Wir haben Rolf Hach eingeladen, einen Landwirt, der auf den nordfriesischen Marschböden ökologischen Ackerbau nach Demeter-Richtlinien betreibt. Wie er verschiedenen Herausforderungen, die die ökologische Wirtschaftsweise mit sich bringt, begegnet, wird er uns in seinem Vortrag berichten.

Welche Besonderheiten und Unterschiede birgt der ökologische Ackerbau? Was muss ich bei einer Umstellung auf die ökologische Wirtschaftsweise beachten?

Nicolai Hilbert-Pack ist Berater für Ackerbau, Mutterkuhhaltung, Cross-Complience und Öko-VO am Versuchs- und Beratungsring Ökologischer Landbau im Norden e.V.. Er wird die wichtigsten Fragen zur Umstellung erläutern und wesentliche Aspekte der ökologischen Bewirtschaftung darstellen.

Einer der wichtigsten Punkte stellt die Vermarktung der ökologisch produzierten Ware dar. Gut Rosenkrantz ist eine Handelsgesellschaft für Natur- und Bioprodukte, die sich auf Getreide, Futtermittel, Saatgut und Back-Rohstoffe spezialisiert hat. Johanna von Münchhausen wird die Perspektiven der ökologischen Getreide Vermarktung aufzeigen und die Handelsgesellschaft vorstellen.

Wenn Sie an dieser Veranstaltung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte unter 04331 94 38 179 bzw. lena.kaefer@oekolandbau-hh.de an.

 

Programm:

 

09:30 Uhr          Begrüßung und Vorstellung des Projektes

                          Hamburger Bio-Offensive

09:45 Uhr          Wesentliche Aspekte der Umstellung eines

                          Ackerbaubetriebes zur ökologischen Wirtschaftsweise

                          Nicolai Hilbert-Pack, Versuchs- und Beratungsring

                          Ökologischer Landbau im Norden e.V.

10:30 Uhr          Kaffee Pause

10:45 Uhr          Praktikerbericht: Ökologischer Ackerbau

                          auf schweren Minutenböden

                          Rolf Hach, Hof Rolf Hach, Grothusenkoog

11:30 Uhr          Vermarktung von Bio-Getreide

                          Johanna von Münchhausen, Sortenberatung,

                          Saatgutvertrieb & Getreideeinkauf, Gut Rosenkrantz, 

                          Handelsgesellschaft für Naturprodukte mbH  

12:15 Uhr          Ende der Veranstaltung

 

Wir freuen uns auf Ihr kommen und einen regen Austausch!

[Corona-Hinweis: Aktuell kann die Veranstaltung vor Ort unter 3-G-Bedingungen stattfinden. Bringen Sie als Ungeimpfte bitte ihr Testzertifikat mit. Alle Geimpften/Genesenen bringen bitte einen Nachweis mit und testen sich auf Vertrauensbasis mit einem Selbsttest kurz vor der Veranstaltung zu Hause.]

 

 

 

 

 

"Landlust pur mitten in der Stadt"

-so bewirbt die "Land und Genuss"-Messe ihre Prämiere vom 30.4.-01.05. in Hamburg-Schnelsen.

Regionalität, Urbanität, Landlust und Genuss scheint den Geist der Zeit zu treffen. Kommendes Frühjahr dürfen wir alle diese Bühne bespielen und den Hamburger:innen zeigen, was die Hamburger Landwirtschaft zu bieten hat. Lasst uns die Diversität der Hamburger Landwirtschaft gemeinsam auf die Messe bringen, den täglich 4.000 erwarteten Besucher:innen die Blumenpracht der Zierpflanzenbetriebe präsentieren, sie zum Staunen bringen, wie viel Gemüse direkt vor ihrer Haustür angebaut wird und sie probieren lassen, wie fein das Fleisch eines weidegehaltenen Rindes direkt von den Marschlanden schmeckt.

Dank der Förderung der Landwirtschaftskammer Hamburg, die offizieller Partner der Messe ist, können wir die Standpreise, die sich normalerweise zwischen 39 € und 72 €/qm bewegen, zwischen 0-15 €/qm vergeben. Das bietet vor allem kleinen Betrieben eine Chance beim Hamburger Publikum bekannt zu werden, einige treue Kund:innen dazu zu gewinnen oder ihnen Konzepte wie ´Vierländer Frische´, Mutterkuhhaltung oder Solidarische Landwirtschaft näher zu bringen.

Lasst uns die Messe gemeinsam nutzen, um der Lust auf Regionalität eine Antwort in Form eines direkten Kontaktes mit den Landwirt:innen zu geben und den Besucher:innen die besondere Vielfalt der Hamburger Landwirtschaft näher zu bringen.  

Wer Lust hat mit einem Info-Stand, einer Probierstation, einer feinen Produktpalette oder einem kleinen Bühnenauftritt teilzuhaben, meldet sich gerne bei der Hamburger Bio-Offensive mit Angaben zu Standgröße, an welchen Tagen Sie kommen wollen, was Sie sich für den Stand vorgestellt haben, ob Sie Unterstützung brauchen oder Fragen haben.

Wir freuen uns auf eine bunte Messe!

 

 

 

 

 

Interaktive Öko Tierdatenbank organicXlivestock

Für Bio-Betriebe ist, laut der neuen EU Öko-Basis-Verordnung, der Zukauf von konventionellen Zuchttieren ab Januar 2022 genehmigungspflichtig. Die Verfügbarkeit von ökologisch aufgewachsenen Jung- oder Zuchttieren muss per Datenbank geprüft und der Zukauf konventioneller Tiere von den zuständigen Kontrollbehörden genehmigt werden.

Um den Zukauf und das Angebot zu regulieren sind alle Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, eine Tierdatenbank einzurichten. In Deutschland wurde FiBL damit beauftragt und hat bereits Ende Juni die Tierdatenbank organicXlivestock online zur Verfügung gestellt.  

Auf der Website organicXlivestock können zu verkaufende Öko-Tiere kostenlos angeboten werden, suchende Landwirt:innen können das Öko-Tier-Angebot, über verschieden detaillierte Filter, sichten und ab Januar soll auch die Ausnahmegenehmigung für den Zukauf nicht-ökologischer Zuchttiere über die Datenbank erfolgen. Ebenfalls wird der Antrag von den Kontrollbehörden dann direkt in der Datenbank bearbeitet, wodurch sich das Prozedere erleichtern sollte.

Bisher wurden noch wenig Tiere online zum Verkauf angeboten, deshalb die Einladung an alle Landwirt:innen, eigene zum Verkauf stehende Öko-Tiere, auf der Plattform einzutragen.

Nähere Infos, auch zur Registrierung, finden Sie hier.

 

 

 

 

 

Rückblick: SoLawi-Veranstaltung

 

SoLawi-Berater Klaus Strüber, SoLawi Vierlande-Gärtner Ole Halver und SoLawi Vierlande-Mitglied Marlene Stadie stellten uns am 23.11. auf unserer Veranstaltung „SoLawi – Wirtschaftsgemeinschaft von Erzeuger:innen und Verbraucher:innen“ das Konzept der SoLawi´s vor und hinterließen dabei gemeinsam den Eindruck, dass die solidarische Wirtschaftsweise Zufriedenheit zu bringen scheint.

Das SoLawi-Konzept (= Solidarische Landwirtschaft) basiert auf dem Prinzip, das Ernterisiko eines jeden Landwirts solidarisch auf den Schultern aller Verbraucher:innen zu verteilen. Dies geschieht durch eine Kostenkalkulation der Landwirt:innen vor Beginn des Wirtschaftsjahres und einer Einschätzung, wie viele Personen mit den produzierten Lebensmitteln versorgt werden können. Die kalkulierten Kosten werden durch die Anzahl der zu versorgenden Personen geteilt, daraus ergibt sich der jährliche Mitgliedsbeitrag. Insofern zahlen die Mitglieder ihre Beiträge nicht für x kg Gemüse/Obst/Fleisch/Milch, sondern für eine unterstützenswerte Landwirtschaft und erhalten im Gegenzug so viele Produkte, wie die Landwirte nach bester landwirtschaftlicher Praxis erwirtschaften konnten. Für mehr Informationen rund um das Thema SoLawi schauen Sie doch mal beim Netzwerk Solidarische Landwirtschaft vorbei, hier werden auch immer wieder spannende Veranstatungen angeboten.

Der langjährige Berater und Demeter Landwirt Klaus Strüber führte uns in die Grundprinzipien der SoLawi ein. Nicht nur ihn überzeugt das Konzept, auch von den 300 SoLawi´s die er deutschlandweit kennt, hat nur eine Handvoll den Schritt in eine andere Wirtschaftsweise bereut, alle andern scheinen mit der solidarischen Wirtschaftsweise sehr zufrieden zu sein. Wichtig sei, sich der Antwort bewusst zu sein, wieso man auf SoLawi umstellen möchte, denn nebst vielen Vorteilen birgt diese Wirtschaftsweise auch Herausforderungen, so vor allem die (mehr) Kommunikation, die man als Landwirt:in leisten muss. Für die Planung hilft es, sich zu vergegenwärtige, in welchen der drei SoLawi-Typen der Betrieb organisiert werden soll:

Typ I-SoLawi´s sind zunächst der simple Einstieg, der Betrieb gründet einen Verein, die Organisation liegt beim Betrieb und die SoLawi-Mitglieder werden Vereinsmitglieder.  

Bei Typ II bleibt der Betrieb in seiner Form bestehen, die SoLawi-Mitglieder gründen, unabhängig vom Betrieb, einen Verein oder eine Genossenschaft. Die Organisation wird von den SoLawi-Mitgliedern übernommen und es wird lediglich ein Anbauvertrag mit dem Betrieb geschlossen. Typ II bringt wohl am wenigsten zusätzliche Kunden-Kommunikation mit sich.  

Bei Typ III-SoLawi´s organisiert sich der Betrieb zusammen mit den SoLawi-Mitgliedern, zum Beispiel in Form einer Genossenschaft, somit sind alle gleichberechtigte Gesellschafter des Betriebes.

Für jede:n ist also was dabei ;)

Den praktischen Einblick gaben uns Ole Halver und Marlene Stadie von der SoLawi Vierlande. Diese bewirtschaftet 3 Hektar Freiland und 800 qm unter Glas und versorgt so 220 Ernteanteile (ein Ernteanteil wird von 2-4 Personen verbraucht). Ole hebt hervor, wie wohl er sich in dieser Wirtschaftsweise fühlt, in der er kein perfektes Marktgemüse produzieren muss, weil die Mitglieder in die Fähigkeiten des Gärtner:innen-Teams vertrauen und ihre nachhaltige Wirtschaftsweise mehr schätzen, als gerade Gurken. Darüber hinaus betont er, wie toll es ist, für und in einer Gemeinschaft zu wirtschaften, erst vor kurzem hätten die Mitglieder sich z.B. für höhere Gärtner:innen-Löhne eingesetzt, sodass die vier Festangestellten jetzt über dem durchschnittlichen Gärtner:innen-Gehalt arbeiten. Solidarisch also in alle Richtungen.

Wir bedanken uns für den tollen Einblick bei Klaus Strüber, Ole Halver und Marlene Stadie und hoffen, dass die anwesenden Gärtner:innen etwas für ihre Betriebe mitnehmen konnten.

 

 

 

 

 

 
 
 
25Jul

Effiziente und wassersparende Bewässerung im Gemüsebau

Gut Wulfsdorf (Schleswig-Holstein)

Das Seminar will mit zwei unterschiedlichen Betrieben die aktuellen Bewässerungstechniken darstellen, Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen und neue Techniken vorstellen

08Aug

Milchkuh- und Rinderhaltung im Klimawandel - Innovative Konzepte zu Klimaschutz und –anpassung

15:00 Uhr - 17:15 Uhr | online

Klimawandel und Umweltzerstörung sind existenzielle Bedrohungen für Europa und die Welt. Die Tierhaltung trägt wesentlich zu klimarelevanten Emissionen bei und wird gleichzeitig stark vom Klimawandel beeinflusst. Hitzestress und erhöhter…

13Aug

Agroforst auf Ackerflächen

09:00 Uhr | Hof Fuhlreit

Die zunehmenden Wetterextreme und klimatischen Veränderungen erfordern eine Umorientierung in der Landwirtschaft hin zu zukunftsfähigen Landnutzungsmodellen. Lösungsansätze hierfür bietet das Konzept Agroforstwirtschaft. Das Netzwerk Ökolandbau SH lädt zu einer Feldbegehung der Agroforstflächen auf Hof Fuhlreit mit Tobias Hoppe und Felix Riecken ein.

29Aug

Norla

Messegelände Rendsburg

74. Norddeutsche landwirtschaftliche Fachausstellung und Verbrauchermesse

12Sep

Kochen mit Getreide und Hülsenfrüchte

13:30 Uhr | Online per Zoom

Getreide und Hülsenfrüchte sind vollwertig, nährstoffreich, liefern gutes pflanzliches Eiweiß, sind sättigend, günstig, gut zu bevorraten und klimafreundlich. Im Workshop werden das volle Korn und die Hülsenfrüchte unter die Lupe genommen.

14Sep

Praktikertag rund um Milchvieh und Mutterkühe

09:00 Uhr | Hof Butendiek

Informationen

++Veranstaltungshinweis++

Herzliche Einladung an alle Landwirtinnen und Landwirte sowie Interessierte zum Praktikertag rund um Milchvieh und Mutterkühe!

Ein vielfältiges Programm mit Weidebegehungen, praktischen Vorführungen am Tier,…