Logo der Hamburger Bio-Offensive

Landesvereinigung Ökologischer Landbau Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. (LVÖ)

Liebe Interessierte an der Hamburger Bio-Offensive,

die vorerst größte Veranstaltung der Hamburger Bio-Offensive steht bevor - am 28.10.2020 laden wir alle Gärtnerinnen, Gärtner sowie alle Interessierten zur Bio-Gartenbautagung ein. 

Vorher laden wir in einen Betrieb in den Vier- und Marschlande ein. Der frisch zertifizierte Zierpflanzenbetrieb wird über die Umstellung zur ökologischen Wirtschaftsweise berichten.

Wir freuen uns auf spannende Vorträge und interessante Gespräche, genaueres zu den Veranstaltungen finden Sie unten im Text.

 
 
 

06. Oktober 2020, 09:30 Uhr

Gabu Kräuter Stauden und Zierpflanzen

Ochsenwerder Elbdeich 81, 21037 Hamburg, www.gabu.de

Kai Burmester wird von seinen Erfahrungen der Umstellung zur ökologischen Wirtschaftsweise berichten. Zusätzlich wird eine Zertifiziererin der Kontrollstelle GfRS den Ablauf und die Anforderungen der Kontrolle an die Umstellung eines Zierpflanzenbetriebes erläutern.

Die Teilnahme ist kostenlos, aber eine Anmeldung erforderlich, bitte melden Sie sich mit Ihren Kontaktdaten bei anders@oekolandbau-hh.de an.

Für Interessenten an weiteren Betriebsbesuchen im Umkreis von Hamburg weisen wir auf folgende Termine der Fördergemeinschaft ökologische Zier- & Gartenpflanzen föga e.V. hin:

  • 05. Okt. 13.00 Uhr, Gärtnerei herb‘s, Stedinger Weg 16, 27801 Dötlingen-Nuttel, www.herb-s.de, Kräuter, Wildstauden, Gemüsepflanzen - erlebbare Biodiversität
  • 06. Okt. 13.00 Uhr, Pflanzkulturen Tolksdorf und Beckers, Heidkamp 12 A, 24326 Kalübbe, www.biostauden-tb.de, Einsatz von Nützlingen, Spezialkulturen: Dachgarten und Wasserpflanzen
  • 07. Okt. 09.30 Uhr, Biohof Jeebel, Jeebel 17, 29410 Salzwedel, www.biogartenversand.de, Internet-Versandhandel, Gehölze

Für diese Betriebsbesuche ist ein Teilnahmebeitrag von 20 € pro Betriebsbesuch zu entrichten. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Anmeldung bei Andrea Frankenberg unter: Andrea.Frankenberg@bioland.de an.

Die Veranstaltungen laden ein zu einem Austausch mit verschiedenen Akteuren im Bereich Bio-Zierpflanzen und lassen sich mit unserer Exkursion kombinieren.

 

Wir laden alle Gärtnerinnen und Gärtner des Gemüse- und Zierpfanzenanbaus in und um Hamburg zur Bio-Gartenbautagung auf den Kiekeberg bei Hamburg ein.
Vielen Gärtnereien ist es ein Bedürfnis umweltschonend zu arbeiten. Einige wirtschaften bereits nach ökologischen Richtlinien, andere experimentieren zunächst mit dem Einsatz von organischen Düngemitteln oder Pflanzenstärkungsmitteln, andere stehen noch am Anfang.
Unter dem Motto „Mit den Methoden des ökologischen Gartenbaus umweltschonend wirtschaften“ berichten Experten aktuelle Erkenntnisse zu den Themen ökologische Handelsdünger und Pflanzenstärkungsmittel, zur Perspektive Bio-Knoblauchanbau, zu Bio-Porreeanbau unter Mulch sowie zu Nützlingseinsatz und -etablierung. Ein Praktiker berichtet aus seinen 30 Jahren Erfahrungen im Bio-Zierpflanzen- und Gemüsetopfpflanzenanbau. Vorab wird auf die Situation des Hamburgischen Gartenbaus eingegangen.
Wir freuen uns auf eine spannende Tagung und einen anregenden Austausch mit Bio- Erfahrenen und interessierten Gärtnerinnen und Gärtnern.

28.10.2020 10:00 - 16:30 Uhr

Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg, Agrarium - Obergeschoss
Am Kiekeberg 1
21224 Rosengarten-Ehestorf

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich unter Angabe Ihrer Kontaktdaten an:
Landesvereinigung Ökologischer Landbau Schleswig-Holstein und Hamburg e.V.
Hanna Anders
anders@oekolandbau-hh.de
Tel: 04331 94 38 179 Fax: 04331 94 38 177
www.oekolandbau-hh.de

Für die Verpflegung fallen Kosten von 20 € pro Person an.

Das Programm können Sie dem Falzflyer entnehmen!

fileadmin/Bio-Offensive/Formulare/Falzflyer.pdf

 

Im Rahmen der Hamburger Bio-Offensive fand am Freitag, den 18.09.2020 das Seminar „Pferdehaltung unter ökologischen Aspekten statt“ statt, das mit 18 Teilnehmer*innen regen Anklang fand.

Sportliches und freizeitorientiertes Reiten ist in Hamburg weit verbreitet, dort leben fast 3.000 Pferde, Ponys und Esel (Stand 2016). Im Jahr 2013 wurden 6,9 % der deutschen Pferde und Ponys nach ökologischen Richtlinien gehalten. In der Veranstaltung wurden die Anforderungen an die Umstellung auf ökologische Pferdehaltung und die betrieblichen Perspektiven behandelt.

Dr. Anna Bockelmann, Diplombiologin und selbstständige Beraterin, stellte ihren Vortrag zur pferdegerechten Vegetationszusammensetzung von Weiden in den entwicklungsgeschichtlichen Zusammenhang der Pferde. Erst durch das Leben mit dem Menschen hat der Grasanteil in der Ernährung des Pferdes stark zugenommen, dieser machte ursprünglich nur einen Bruchteil des Futters aus. In dieser Hinsicht sind die typischen Weiden Norddeutschlands zu nährstoffreich und artenarm. Diese Ernährung kann zu verschiedenen Stoffwechselerkrankungen führen. Nur auf extensivem Grünland finden sich fructan- und proteinarme Arten sowie faserreiches Material wie Sträucher, Büsche und Kräuter, die für die Gesunderhaltung der Tiere essentiell sind. Dr. Anna Bockelmann bietet Grünlandberatungen in Form eines Weidechecks an und berät Pferdebesitzer zu individuellen Fütterungs- und Bewegungskonzepten.

Eike Poddey, Bioland Beraterin aus Visselhövede stellte in ihrem Vortrag den rechtlichen Rahmen der Bio-Pferdehaltung vor. Zudem zeigte sie beispielhaft den Ablauf einer Umstellung. Sie empfahl Interessierten hierbei eine begleitende Bio-Beratung in Anspruch zu nehmen, die gefördert über das Projekt Hamburger Bio-Offensive u.a. durch den Bioland-Verband erfolgen kann.

Die Haltungsbedingungen für die Bio-Reitpferde unterscheiden sich kaum von der konventionellen Pferdehaltung und sollten für die meisten umstellungsinteressierten Betriebe keine große Herausforderung darstellen. Während das Futter aus ökologischem Anbau stammen muss, darf das Stroh für Einstreu noch konventionell bezogen werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Futter, welches die Pferdebesitzer selber mitbringen. Hier gibt es in jedem Bundesland individuelle Regelungen. So wird zum Beispiel in Hamburg toleriert, dass der Pferdebesitzer konventionelle Leckerlies füttert. Diese dürfen jedoch nicht im Betrieb gelagert werden.

Heinz Cordes, Bioland Landwirt, hält in Hamburg auf dem Wohldorfer Hof Pensionspferde. Mit vielen Fotos zeigte er anschaulich, wie er die Öko-Regelungen in seinem Stall mit 55 Pferden umsetzt. Dabei stellt er sicher, dass für alle Pferde ausreichend Öko-Futter durch Weidegang, eigenen Öko-Hafer, Öko-Heu und –Lage sowie zugekaufte Öko-Pellets verfügbar ist, so dass kein Einsteller zufüttern müsse.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Umgang mit dem Mist der Tiere. Durch eine verlängerte Rottephase werden Rückstände aus dem konventionellen Stroh reduziert. Ein neuer Miststreuer ist besonders angepasst an die Hamburgische Landschaft, die von zahlreichen Gräben durchzogen wird. Hier ermöglicht eine Abschirmung zielgerichtetes Streuen und gewährleistet Schutz vor Nährstoffeinträgen in die Gewässer.

Allen Umstellungsinteressierten rät er vor einer Umstellung zu einer genauen Abklärung der Regelungen bzw. Toleranzbereiche mit einer/m Berater/in und auch die Abstimmung mit dem sozialen Umfeld, den Einstellern, Freunden und besonders Familie empfiehlt er den Teilnehmer/innen.

 

In der Gartenzeitschrift TASPO wurde über die Bio-Zierpflanzen-Exkursion der Hamburger Bio-Offensive berichtet. Den ganzen Bericht können Sie hier lesen.

 
 
 
 

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